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Widerlegt das Allmachtsparadoxon das biblische Gottesbild?

Augustinus hat es in etwa so formuliert: Gott kann gewisse Dinge aufgrund seiner Allmacht nicht tun. Dem kann man zustimmen, wenn man berücksichtigt, dass die Allmacht des biblischen Gottes nicht losgelöst von seinem Wesen gesehen werden kann. Wenn man "Allmacht", im Sinne von "zu allem fähig" definiert, ist dieser Gott nicht "allmächtig", denn tatsächlich kann der Gott der Bibel einige Dinge nicht tun: Er kann nicht lügen, betrügen, Untreu sein, er kann sich nicht selbst verleugnen, sündigen o. gegen sein Gesetz verstoßen. Der Gott der Bibel ist vollkommen und definiert durch sein Wesen die Vollkommenheit. Aber eben in seiner Vollkommenheit ist für Gott nichts zu wunderbar oder groß. Er steht über den (Natur-)Gesetzen dieser Welt, die er selbst aufgestellt hat. Er steht sogar über der Logik und definiert sie zugleich. Gott kann also alles tun, wird aber aufgrund seiner Vollkommenheit nur Vollkommenes, Gerechtes und Heiliges bewirken. Ebenso muss bei diesen Überlegungen berücksichtigt werden, dass ein Mensch Gott nicht logisch erfassen kann. Jemand hat mal gesagt, dass dies ein kleiner Gott wäre, den wir Menschen erklären könnten. Ferner benötigt ein heiliger und gerechter Gott auch keine Rechtfertigung durch seine Geschöpfe.

 

"O Tiefe des Reichtums, sowohl der Weisheit als auch der Erkenntnis Gottes! Wie unausforschlich sind seine Gerichte und unausspürbar seine Wege!" (Röm. 11,33)

 

Gottes Wege und Gedanken sind höher als die der Menschen, wie der Prophet Jesaja an anderer Stelle erkennt. Das Philosophieren kann das biblische Gottesbild nicht widerlegen. Auch nicht durch Zurückgreifen biblischer Aussagen ad absurdum geführt werden, da es augenscheinlich nicht richtig verstanden wird und nicht alle Prämissen berücksichtigt werden. Das gilt vor allem auch für die Theodizeefrage, die aus philosophischer Sicht sehr wohl nicht lösbar ist - aber nicht wirklich das biblische Gottesbild wiedergibt.

3.1.08 14:57
 


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